September

„Sie verkaufen mir ja gar nichts, Sie beraten mich doch schon“

Wie Adaption im digitalen Transformationswahnsinn gelingen kann Vorneweg: Was ist ein guter Verkäufer? Derjenige, der den meisten Umsatz macht vermutlich. Das wird die herrschende Meinung sein. Ich definiere es anders. Aus meiner Sicht ist der beste Verkäufer der, der seinen Kunden am glücklichsten macht. Versteht mich nicht falsch, mir ist das betriebswirtschaftliche Grundprinzip des „Geld-von-Kunden-durch-Zauberhand-in-Gehalt-Umwandelns“ durchaus klar und darum soll es hier auch nicht gehen. Denn auch ein glücklicher Kunde bezahlt für die Leistungen, die er erhält. Digitale Transformation. Der Wahnsinn. Alle machen mit, die wenigsten wissen genau warum. Digitaler Arbeitsplatz. Noch besser. Und da sind wir auch voll im Thema. Was ist der wohl größte Haken an dem Wortpaar „Digitaler Arbeitsplatz“? Richtig, der Mensch vor dem Rechner. Der ist nämlich nach wie vor noch ziemlich analog. Und mit eben diesem „Digitalen Arbeitsplatz“ beginnt eine weitere Diskussion, die vielerorts für Unruhe sorgt. Nämlich die Frage, ob es sich hier um ein technisches Projekt handle oder eben nicht. „Keine Technik, keine Technik!“ höre ich es aus einigen Ecken rufen. Stimmt. „Technik muss sein, ist aber nur der Enabler!“ aus anderen. Stimmt auch. Aber wer handelt auch wirklich danach? Jeder weiß inzwischen: Wir sollten den Mitarbeitern nicht einfach einen bunten Blumenstrauß an Funktionen hinwerfen und Ihnen damit viel Spaß wünschen. Die klassische IT getriebene Einführungsmethode. Aber das machen wir ja nicht mehr. Wir fragen die Mitarbeiter jetzt vorher! Sogar das Zauberwort „Anwendungsfall“ fällt dabei. Jetzt merken wir aber dabei, dass die Fachleute aus Personal, Marketing, Vertrieb und Co so gar nicht mit…