Oktober

Arbeitest Du noch, oder kollaborierst Du schon?

„Sag mal Klaus, bei dieser Geschichte da, dieses „Team-Portal“ oder wie das hieß, machst Du da schon mit?“. „Ne. Keine Zeit. Ich arbeite einfach ganz normal. Ich habe Dir meine aktualisierte Version der Excel übrigens auch gerade rübergemailt, dann kannst Du das mit den anderen Rückläufern wieder in eins konsolidieren. Für das Meeting morgen.“ Übertrieben? Überzogen? Leider nicht. Es prasseln ja auch dermaßen vielen Transformations-, Optimierungs- und sonst welche gutgemeinten Projekte auf die Mitarbeiter ein, dass der Kollege im Grunde zurecht in eine Abwehrhaltung gegen alles Neue geht. „Dann machen wir doch dazu ein Projekt!“ Nein! Aus! Sitz! Das ist ja genau das Problem, liebe Chefstrategen und Transformationsbegeisterte. Den Willen zur Entwicklung Eurer Organisation in Ehren, wirklich. Aber die Denke ist falsch, dass es jetzt halt nochmal ein bisschen anstrengend wird für die Kollegen, aber dann, daaaaaaaan, macht sich der Effekt so richtig bemerkbar. Ganz bald. Nur meist tritt dieser Effekt aber nicht bzw. auf diesem Weg nicht ein. Aber ein anderer: der Frustpegel bei den Kollegen steigt. Und man muss auch nicht Psychologie studiert haben, um das vorauszusehen. Haben wir doch aber immer schon so gemacht… Denn was bekommen die Kollegen in der Regel NICHT zugestanden? Zeit. Zeit, um sich mit einer neuen Arbeitsweise vertraut zu machen. „Mach anders jetzt, is’ besser so. Und hip. Gibt’s auch ne App für. Kannste voll Zeit sparen und mal früher Feierabend machen.“ Echt jetzt? So naiv kann doch keiner sein! Die bittere Realität zeigt: doch. Aber zum Glück nicht immer und es…