Januar

Warum Transformation nicht nur Sache der Kunden ist

Ist die Scorecard für dieses Quartal schon grün? Noch nicht? Na dann mal los, ordentlich Projekte verkaufen! Das brauchen die Kunden ja nun mal in diesen Zeiten. Projekte. Machen ja alle digitale Transformation, das geht nicht ohne Projekte. Goldene digitale Zeiten, speziell für Implementierungspartner, Softwareintegratoren und sonstige Dienstleister dieser Welt. Echt? Warum es manchmal besser ist, KEIN Projekt zu verkaufen. Nehmen wir mal einen Kunden, am besten den klassischen „Office 365-Verzweifler“. Den teilen wir nochmal in zwei Unterkategorien auf: Variante 1: „Wir haben Office 365 volle Hütte. Woher wissen wir gar nicht so genau, vermutlich gab es das irgendwann mal günstig als Goodie bei der Vertragsverhandlung mit Microsoft. Brauchen wir aber eigentlich nicht, wir betreiben alles im Keller. Aber auf einmal ist Cloud ja nicht mehr Böse. Chef sagt, wir müssen „da mal ran“. Gut, dass wir das schon alles bezahlt haben. Schalten wir mal frei für alle.“ Variante 2: „Oh mann, Chef war wieder auf einem Digitalisierungsselbstfindungsseminar am Wochenende. Wir müssen jetzt die ganzen unglaublichen Möglichkeiten „der Cloud“ nutzen. Er hat uns auch direkt gesagt, mit welchen Themen wir mit Sicherheit riesengroße Jubelschreie bei allen Mitarbeitern auslösen. Müssen wir nur machen. Ist ganz einfach. Hat er in einem Vortrag gehört.“ Ähnlichkeiten mit real existierenden Unternehmen sind selbstverständlich völlig zufällig. Aber jetzt – Überraschung – schauen wir nicht von oben herab auf den Kunden und überlegen uns, wie er die digitale Transformation besser, schneller, agiler, hübscher, effizienter, effektiver… [Anm. d. R.: hier bitte ein passendes Adjektiv der Wahl einsetzen] umsetzen…