April

Microsoft Teams und Amaras Gesetz

Roy Amara war Mitgründer des Institute for the Future in Palo Alto, dem intellektuellen Herzen des Silicon Valley. Er hat eine Faustregel aufgestellt, die bis heute als “Amaras Gesetz” bekannt ist: Wir neigen dazu, die Wirkung einer Technologie kurzfristig zu überschätzen und auf lange Sicht zu unterschätzen.  Warum muss ich dabei an Microsoft Teams denken? Vermutlich wegen des aktuellen Hypes rund um Teams. Versteht mich nicht falsch, wir setzten Teams seit der Geburtsstunde ein und ich unterschreibe absolut das Potenzial und den Gedanken „eine Benutzeroberfläche für verschiedene Technologien in Hintergrund“. Zwei Aber. Aber Nummer eins: Amaras Gesetz. Aktuell scheint Teams das Allheilmittel für alle verhunzten SharePoint Implementierungen zu sein. Lag ja nur an der Oberfläche von SharePoint. Nicht für Endanwender und so. Und so kommen die Verantwortlichen zu dem naheliegender Schluss, dass eine geänderte Oberfläche ein positives Projektergebnis liefert. Das ist ein Trugschluss. Denn: Aber Nummer zwei: bei einigen Mitarbeitern wird das zwar „von alleine funktionieren“, bei dem Großteil aber nicht. Im Gegenteil, die zögerlichen Mitarbeiter fühlen sich dadurch noch mehr angehängt, man verstärkt also noch den Effekt aus dem verhunzten SharePoint-Projekt. Veränderte Ergebnisse erfordern verändertes Verhalten. Deshalb frage ich im Gespräch mit „Teams ist das Allheilmittel“-Kunden die Verantwortlichen immer Sie tauschen das Tool und ändern sonst nichts? Die nachweislich erfolglosen Maßnahmen sollen durch das neue Tool plötzlich die richtigen sein? Sie kümmern sich bevorzugt um die Promotoren, der Rest wird schon mitziehen? Das Projektteam, das es das erste mal versucht hat, wird es dieses Mal schon schaffen (das gilt…