Juli

Die Bedeutung von Achtsamkeit im Kontext von „New Work“

Die meisten Bestrebungen im Kontext von Bestrebungen rund um den “modernen oder digitalen Arbeitsplatz” sind geprägt von einem äußeren Handlungsdruck, nicht aus dem Wunsch heraus, sich verändern zu wollen. Es greift bereits die Weisheit um sich, dass sich Menschen nicht verändern lassen, sondern nur selbst verändern können. Und dass dies der Weg zum nachhaltigen Erfolg ist. Der Effekt ist allerdings, dass das Thema New Work seit neustem nicht mehr nur (technisch) ausgerollt wird, sondern im Vorfeld lange und intensiv auf die Betroffenen eingeredet wird, bis sie in eine gewisse Resignation verfallen im Sinne „ja gut, dann gib halt her den modernen Kram. Wird schon nicht so schlimm sein.“. Das verändert nur leider überhaupt nichts. Im Gegenteil. Die Betroffenen versuchen alte Arbeits- und Verhaltensweisen möglichst gut mit rüberzunehmen. Das ist aber die größte Gefahr die Bestrebungen nachhaltig scheitern zu lassen. Wer kann das eigentlich gebrauchen? Der (vermeintliche) Nutzen von New Work wird top down formuliert und auch genauso verordnet. Hier kommt das Prinzip der Achtsamkeit ins Spiel. Nehmen wir im Kontext von New Work folgende Arbeitsdefinition von Achtsamkeit: Achtsamkeit im Kontext von New Work bedeutet die Realität der Arbeitsweisen des Einzelnen in den Vordergrund zu stellen. Mit allen Tiefen, aber auch mit allen Höhen. Und allen verbundenen Befindlichkeiten. „Wir können ja nicht jedem das Händchen halten!“ – so oder ähnlich klingt es dann aus den Reihen der Verantwortlichen. Das ist auch korrekt. Was daraus spricht ist aber die Angst überhaupt zu fragen. Denn wer Fragen stellt, auf die er die Antworten…