September

“New Work” – was ist das eigentlich?

Ich komme ja eher aus der (Daten-) analytischen Ecke, und frage mich regelmäßig, wie eine Veränderung hinsichtlich des “neuen Arbeitens” zu messen ist. Bevor aber überhaupt etwas zu messen ist, gilt es festzustellen, in welchen Bereichen denn überhaupt Veränderungen auftreten, also konkret – was macht “New Work” überhaupt aus? Neue Tools: Natürlich, es werden neue Tools eingeführt, Teams, Slack, Intranet, Jira, etc. Das sind alles gute Tools, aber nur weil mir jemand einen Werkzeugkasten in die Hand gibt, kann ich noch lange kein Auto reparieren. (Ich möchte nicht mal, weil es von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.) Die Fähigkeiten, mit neuen Tools umzugehen: Ja, das ist gut, hilft ungemein, liegt auf der Hand. Wenn ich den Werkzeugkasten nicht aufbekomme – schwierig. Neue Methoden: Projekte werden nun agil gemacht, man macht Brainstormings oder begibt sich in den ThinkTank. Das klingt jetzt ein bisschen ins lächerliche gezogen, tatsächlich haben diese Ansätze alle etwas Gutes, es gilt hier aber sicherlich, die Methode nicht über das Ergebnis zu stellen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Neue Arbeitsumgebung: Na klar, wer bislang noch kein Homeoffice “machen” durfte, weiß die neue Freiheit zu schätzen. Nicht jeder kann damit umgehen, viele wollen gar nicht immer im Homeoffice arbeiten. Habe kürzlich einen tollen Artikel mit der Überschrift “Alleine Arbeiten macht seltsam” gelesen. Da ist definitiv was dran. Aber: Hinter der Idee des Homeoffice (in Kombination mit flexiblen Arbeitszeiten) verbirgt sich viel mehr. Es ist die freie Einteilung von Zeit, die Möglichkeit, Arbeit und Privatleben gut zu…