Oktober
Psychologische Sicherheit

Psychologische Sicherheit für digital Adoption

Bei der Einführung von Kollaborationstools wie beispielsweise Microsoft Teams wird zumeist auf technische und organisatorische Rahmenbedingungen geachtet. Als Erfolgsfaktor unterschätzt wird bei der Einführung neuer Formen der Zusammenarbeit die Psychologische Sicherheit. Nach Harvard-Professorin Amy Edmondson ist Psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz „das Wissen, dass man nicht bestraft oder gedemütigt wird, wenn man sich mit Fragen, Kommentaren, Bedenken oder Fehlern zu Wort meldet“.  Dabei geht es nicht um eine Atmosphäre, in der alle immer nett zueinander sind, sondern um die Möglichkeit, eigene Schwächen oder Defizite aufzuzeigen, ohne dafür negativ bewertet zu werden. Rein rational versteht jeder, dass es besser ist, wenn die Kolleg:innen bei Fehlern nicht hinter vorgehaltener Hand tuscheln. Aber unabhängig davon kennen wir alle die irrationale Befürchtung, dass genau so etwas passiert.   Ein Kulturthema  Durch die fortschreitende Digitalisierung fallen immer mehr Routinearbeiten weg. An deren Stelle tritt Wissensarbeit, die kreatives, innovatives und mutiges Denken sowie neue Formen der Zusammenarbeit brauchen. Dafür ist Angst vor Zurückweisung kein guter Nährboden. Wie soll man schließlich neue, nie zuvor dagewesene Ideen äußern, wenn man Angst haben muss, dass diese Ideen bei den Kolleg:innen blöd ankommen?  Die Frage, wie man eine Atmosphäre von Psychologischer Sicherheit schaffen kann, betrifft die gesamte Kultur eines Unternehmens und lässt sich daher nicht einfach beantworten. Allerdings gibt es ein paar praktische Tipps, die Teams und deren Führungskräften in ihrem Arbeitsalltag helfen können:  Mehr Feedback als gewöhnlich geben und einholen    Empathie fördern, Sichtweisen anderer Personen im Handeln berücksichtigen.  Maßstäbe und Anforderungen klären (eine solide, kontinuierliche Leistung ist auf lange Sicht besser als vereinzelte Leistungspeaks von 120%).  Fehler ausdrücklich erlauben  Nicht nach Fehlern suchen, sondern sich darauf fokussieren, was schon gut funktioniert  Sich…